Generationenwechsel in der SPD-Stadtratsfraktion Neumarkt

Stabwechsel in der SPD-Stadtratsfraktion: Die scheidende Stadträtin Gisela Stagat (Mitte) mit den neu gewählten Ratsmitgliedern Susanne Müller (2. v. l.) und Nicole Stagat (2. v. r.). Flankiert werden sie vom Fraktionsvorsitzenden Günther Stagat (l.) und
Foto: Jan Seibel

21. März 2026

Die Stadtratsfraktion der SPD Neumarkt hat Abschied von drei langjährigen Stadträtinnen genommen. In der letzten Fraktionssitzung der aktuellen Stadtratsperiode wurde zudem der Staffelstab an die beiden neu gewählten Stadträtinnen Nicole Stagat und Susanne Müller übergeben, die ihr Amt offiziell im Mai aufnehmen werden.

Gertrud Heßlinger, Ursula Plankermann und Gisela Stagat haben im Neumarkter Rathaus schon einiges erlebt und bewegt: von der Durchführung von Eheschließungen, über die Verlegung der ersten „Stolpersteine" zum Gedenken an die in der NS-Zeit ermordeten Neumarkter Juden bis hin zu nächtlichen Straßenmalaktionen für Tempo 30. Besonders ans Herz gewachsen ist ihnen dabei der Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern: „Die vielen Anfragen zeugen von viel Vertrauen", blickt die Seniorenbeauftragte Gisela Stagat zurück. „Sehr oft konnten wir helfen, aufklären und beruhigen, das macht mich sehr stolz."

Zur diesjährigen Stadtratswahl sind sie nicht mehr angetreten. Während Neumarkts zweite Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger der Kommunalpolitik als Kreisrätin erhalten bleibt, verlassen Stagat und Plankermann die politische Bühne. Der Fraktionsvorsitzende Günther Stagat bedankte sich bei den scheidenden Stadträtinnen in der letzten Fraktionssitzung für insgesamt 78 Jahre Frauenpower im Neumarkter Rathaus.

Dass mit dem Abschied nun der politische Einsatz der Woffenbacher Stagats in Neumarkt weniger spürbar wird, wäre aber ein Trugschluss, denn in der Fraktion findet ein echter Generationenwechsel statt: Die frisch ins Amt gewählte Nicole Stagat wird nun in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. Die 31-jährige Hebamme ist überwältigt von ihrem guten Abschneiden bei der Wahl, hat aber auch großen Respekt vor dem Mandat: „Es ist eine große Ehre für mich, mit einem so tollen Ergebnis als Stadträtin starten zu dürfen. Ich freue mich schon darauf, mich für die Gestaltung unserer Stadt einzusetzen und setze alles daran, den Erwartungen an mich gerecht zu werden."

Neu dabei ist außerdem Susanne Müller aus Holzheim. Die 42-jährige Diplom-Ingenieurin für Stadt- und Regionalplanung ist Co-Vorsitzende des SPD-Ortsvereins und hatte mit ihrem Erfolg bei der Stadtratswahl gar nicht gerechnet: „Mein Wahlkampf galt in erster Linie unserem SPD-Team", betont sie den Teamgeist der vergangenen Monate. „Umso mehr freue ich mich jetzt auf die neuen Aufgaben und darauf, mich mit voller Energie für unsere Stadt einzusetzen."

Auch wenn die Neumarkter Genossen im neuen Stadtrat mit einem Sitz weniger vertreten sein werden als bisher, blicken Günther Stagat und Fraktionsvize Andre Madeisky zuversichtlich in die Zukunft. „Ich freue mich sehr über den jungen, kompetenten Zuwachs für Stadtrat und Fraktion", sagt Madeisky. „Damit haben wir nicht nur eine Erneuerung der Fraktion geschafft, sondern auch einen neuen Impuls für den Stadtrat gewonnen."

In den kommenden Wochen wird sich die Fraktion konstituieren und die inhaltlichen Schwerpunkte für die neue Stadtratsperiode festlegen.

Stabwechsel in der SPD-Stadtratsfraktion
Stabwechsel in der SPD-Stadtratsfraktion: Die scheidende Stadträtin Gisela Stagat (Mitte) mit den neu gewählten Ratsmitgliedern Susanne Müller (2. v. l.) und Nicole Stagat (2. v. r.). Flankiert werden sie vom Fraktionsvorsitzenden Günther Stagat (l.) und seinem Stellvertreter Andre Madeisky (r.). Nicht im Bild: Gertrud Heßlinger und Ursula Plankermann. Foto: Jan Seibel

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